Dokumente nach Wasserschaden retten - LWL-Archivamt zeigt Erste Hilfe in Videos

Foto: LWL

8.10.2014 - Münster (lwl). Erste Hilfe für wichtige Dokumente mit Wasserschäden gibt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und hat  jetzt per Video festgehalten, was Behörden und Archive tun können, wenn Urkunden und wichtige Dokumente durch eindringendes Wasser, etwa nach Starkregen oder Überschwemmungen, beschädigt sind. Aber auch Privatleute können von den Praxistipps profitieren, wenn der eigene Keller unter Wasser steht. "Viele Notrufe, die uns erreichen, drehen sich im Kern immer um das Gleiche: Was muss man beim Bergen der Unterlagen beachten und was kann man für das geschädigte Papier tun", so Dr. Marcus Stumpf, Leiter des LWL-Archivamtes.

Ein Film beschäftigt sich mit den ersten Schritten zur Rettung wassergeschädigten Archivguts und zeigt den Umgang mit wassergeschädigten Unterlagen von der Auswahl der Materialien bis zur Verpackung und Einlagerung in einem Kühlhaus. Denn im Schadensfall müssen die Dokumente schnell ins Kühlhaus oder in die Tiefkühltruhe, da sich sonst schädlicher Schimmel bildet. Später kann man das Material dann gefriertrocknen. Der andere Film beschäftigt sich mit der Frage, wie man andere u.a. mechanische Schäden an Archivgut selbst erkennen kann und was dagegen zu tun ist.

Mit Unterstützung des LWL sollen kommunale Archive besser in die Lage versetzt werden, Schäden an Archivbeständen zu erkennen, Maßnahmen zu planen und einzuleiten. Nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2009 hatte Mitarbeiter des LWL-Archivamtes insgesamt 27 Tonnen Dokumente nach Münster gebracht und dort in der eigenen Gefriertrocknungsanlage bearbeitet.

Beide LWL-Filme können unter http://www.lwl.org/LWL/Der_LWL/Service/TV-und-Audioservice/Filme_Kultur/archivamt_schaeden heruntergeladen werden.