Schwarzes Porzellan: Kohlekeramik aus Bochum - Die Sammlung Dr. Jürgen Huesmann im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall

3.9.15 - Witten (lwl). Bei Steinkohle denken viele an Fördertürme, Bergleute und ihre harte Arbeit unter Tage. Dass aus dem Gold der Ruhr auch Kunst entstehen kann, beweist die Ausstellung "Schwarzes Porzellan - Kohlekeramik aus Bochum" heißt die Schau mit über 130 Objekten aus der Sammlung von Dr. Jürgen Huesmann im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall.

Medaille anlässlich der Jugendfestspiele in Mülheim an der Ruhr aus dem Jahr 1959.Foto: LWL


In der Kohlekeramischen Anstalt auf der Zeche Hannover in Bochum - heute ebenfalls Standort des LWL-Industriemuseums - wurden zwischen 1947 und 1967 Kunstgewerbeartikel aus gepresstem Kohlenstaub produziert. Die seinerzeit weit verbreiteten Medaillen und Plaketten wurden von Bergbau und Industrie, aber auch von Sportverbänden und Kirchen, Städten und Gemeinden in Auftrag gegeben. Selbst Gebrauchsgegenstände wie Spardosen, Zifferblätter für Uhren, Feuerzeuge und Aschenbecher stellte der Betrieb her.


Im Fokus der Ausstellung steht die Sammlung Dr. Jürgen Huesmann. 1500 Objekte aus Kohlekeramik hat der Dortmunder in den vergangenen drei Jahrzehnten zusammengetragen. Mit einer Auswahl von über 130 Objekten gibt die Schau "Schwarzes Porzellan" einen exklusiven Einblick in die Vielfalt kohlekeramischer Erzeugnisse. Unter den Exponaten befinden sich Medaillen bedeutender Fußballvereine wie Borussia Dortmund oder Schalke 04. Aber auch eine Plakette zur ersten Kundgebung europäischer Bergarbeiter 1964 in Dortmund. Daneben räumt die Ausstellung mit Fotografien, Produktkatalogen und weiteren Exponaten der Bochumer Prägeanstalt selbst einen besonderen Platz ein
.

 

Schwarzes Porzellan - Kohlekeramik aus Bochum
6.9.2015 - 30.6.2016
LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall Witten
Geöffnet Di - So 10-18 Uhr
http://www.lwl-industriemuseum.de