„Akteure des Neuen Frankfurt“ in der Reihe „Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst“ neu erschienen

 

20.6.16 - Frankfurt (ISG) Wieder können wir mit einem unserer Bände in der Reihe ‚Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst‘ eine Lücke in der Stadtgeschichtsschreibung füllen“, freuten sich Dr. Evelyn Brockhoff, leitende Direktorin des Instituts für Stadtgeschichte und geschäftsführende Vorsitzende der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte, und Dr.-Ing. Wolfgang Voigt, bis vor kurzem stellvertretender Direktor am Deutschen Architekturmuseum, als zwei von sechs Herausgebern des soeben vorgestellten Buches „Akteure des Neuen Frankfurt. Biografien aus Architektur, Politik und Kultur“. Am Zustandekommen waren auch das Kulturamt der Stadt Frankfurt, die Martin Elsaesser-Stiftung und das Hochbauamt beteiligt, die das Projekt großzügig förderten. Die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte e. V. veröffentlicht das Lexikon in Verbindung mit dem Institut für Stadtgeschichte und in Kooperation mit dem Deutschen Architekturmuseum und dem historischen museum frankfurt als Band 75 des „Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst“. Die 230seitige, bebilderte Publikation ist im Societäts Verlag, Frankfurt am Main erschienen (ISBN978-3-95542-160-1). Der Preis beträgt 29,80 Euro

 

Unter der Ägide des Oberbürgermeisters Ludwig Landmann erlebte Frankfurt am Main zwischen 1925 und 1932 einen einmaligen Aufbruch in die Moderne, welcher der Stadt ein Wohnungs- und Städtebauprogramm von internationaler Ausstrahlung bescherte. Zugleich blühte Frankfurt zu einer kulturellen Metropole der Weimarer Republik auf, deren liberales, weltoffenes Klima Künstler, Journalisten und Literaten anzog. Diese Epoche ging unter dem Begriff des „Neuen Frankfurt“ in die Architektur- und Kulturgeschichte ein. Der Kreis der handelnden Personen dieser Periode umschloss im Kern die „Mannschaft“ um den Stadtbaurat Ernst May. Darüber hinaus spann sich aber ein Netzwerk, zu dem Künstler, Garten- und Landschaftsplaner, Grafiker, Wissenschaftler und Publizisten, aber auch Politiker, Juristen, Ökonomen, Journalisten oder Fotografen gehörten. Sie alle zählen zu den Akteuren des „Neuen Frankfurt“, deren Zusammenspiel die Erfolge dieser Zeit zu verdanken sind. An diese bis heute bedeutende Periode wurde in der Vergangenheit zwar verschiedentlich in Ausstellungen und Veröffentlichungen erinnert. Ein biografisches Übersichtswerk, das über die bekannten Protagonisten hinaus – Ludwig Landmann, Ernst May, Martin Elsaesser oder Fritz Wichert – sämtliche Akteure in den Blick nimmt, fehlte allerdings bislang. Diese Fehlstelle schließt nun die von Ulrike May, Dr. Claudia Quiring, Dr. Jörg Schilling, Christina Gräwe und Dr.-Ing. Wolfgang Voigt initiierte und mit herausgegebene Publikation „Akteure des Neuen Frankfurt. Biografien aus Architektur, Politik und Kultur“. An dem Buch wirkten 30 Autorinnen und Autoren mit. Es enthält Biografien von mehr als 150 Personen sowie vier vertiefende Essays, die das Netzwerk der damals handelnden Personen rekonstruieren und ihm bis in seine Verästelungen nachspüren. Ein Register und ein umfangreiches Quellenverzeichnis ermöglichen raschen Zugriff auf die Biografien und die genutzten Materialien. Das Glossar erläutert hilfreich Begriffe, Organisationen und Ereignisse.

 

.

 

.