Deutschland


 ab Köln, Eigenanreise möglich

Die Zisterzienser – das Europa der Klöster
Ausstellung im LWL-Landesmuseum Bonn

Bahntagesfahrt
Samstag, 16. September 2017

 


650 Klostergründungen der Zisterzienser in 150 Jahren: Im Rheinland, in der Eifel und im Westerwald errichten sie kurz nacheinander die Abteien Kamp (1123), Altenberg (1133), Himmerod (1134), Heisterbach (1192) und Marienstatt (1212), die zu den frühesten Gründungen außerhalb Frankreichs gehören. Mit über 200 kostbaren Ausstellungsobjekten aus ganz Europa erzählt die Ausstellung die Erfolgsgeschichte dieses außergewöhnlichen Ordens. Vom späten 11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts durchdringt der sogenannte Konzern der Weißen Mönche wie ein Netzwerk den Kontinent und entwickelt sich zu einem der mächtigsten Verbände der Christenheit. Die Zisterzienser und Zisterzienserinnen werden zu einem dynamischen Element der europäischen Zivilisation. Entdecken Sie in der Ausstellung die Spiritualität und die Lebenswelt der Klöster und vor allem die Gründe dieser außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte. Die Zisterzienser besinnen sich auf die Regel des heiligen Benedikt (um 480-547) – „Bete und arbeite“ – und finden zu einer tiefen Religiosität, die von vielen Menschen bis heute bewundert wird. Sie entscheiden sich für ein zurückgezogenes Leben meist fernab der Städte. Sie legen ein für alle Klöster verbindliches Regelwerk fest, die „Carta caritatis“, die „Urkunde der Liebe“, das sie aber bei Bedarf durchaus kreativ auslegen dürfen. Und sie fordern eine Reduktion auf das Wesentliche in Lebensführung, Kunst und Architektur. Sie schaffen Werte und Innovationen, die auch heute noch faszinieren.

 

Die Ausstellung konzentriert sich auf die mittelalterliche Blütezeit des Ordens. Zahlreiche Objekte wurden eigens für die Ausstellung restauriert und machen zusammen mit Modellen, CAD-Rekonstruktionen, Medien- und Mitmachstationen die Klosterwelt Raum für Raum mit allen Sinnen erlebbar. Zu den Höhepunkten zählt der beeindruckende Hochaltar des ehemaligen Zisterzienserklosters Kamp. Ganz selten nur sind Bildtafeln dieser Zeit in solcher Frische erhalten. Sie werden gemeinsam mit den zugehörigen Skulpturen erstmals wieder in ihrer ursprünglichen Anordnung zu sehen sein. Aus Paris kommt die einzigartige Madonna aus Kloster Eberbach, heute als „Belle Allemande“ eines der mittelalterlichen Hauptwerke des Louvre. Vier als Reliquien verehrte Schädel, reich und kostbar verziert, stammen aus dem Altar des Zisterzienserinnenklosters Marienfeld. Das Grabtuch des Holmger Knutsson, eine lebensgroße figürliche Bildstickerei, gefertigt von den Nonnen des Skoklosters in Schweden aus dem Nationalmuseum Stockholm ist erstmals außerhalb Schwedens zu bewundern. Die Ausstellung zeigt nicht nur die Lebenswelt der Mönche und Nonnen, sondern auch das nicht immer einfache Verhältnis zu den weltlichen Herrschern ihrer Zeit. Auch auf die Rolle der Zisterzienser als innovativer und sehr erfolgreicher Wirtschaftskonzern geht die Ausstellung ein. Ein Höhepunkt der Ausstellung ist das Scriptorium, die Schreibwerkstatt: Hier werden die in Zisterzienserklöstern entstandenen, oft aufwändig geschmückten Handschriften im Original präsentiert: so etwa vier Pergament-Handschriften aus der Frühzeit des Ordens, die heute in Dijon aufbewahrt werden. Sie zählen zu den kostbarsten und berühmtesten Zeugnissen der Buchkunst des gesamten hohen Mittelalters. Sie können nicht nur die Originale bewundern, sondern auch eigens für die Ausstellung hergestellte originalgetreue Faksimiles. Diese bieten die einmalige Gelegenheit, die Bücher durchzublättern und nicht nur die aufgeschlagenen Seiten der Originale anzusehen. Übersetzungen der Texte, Musik und Erläuterungen lassen Sie tief in die faszinierende Geisteswelt des Mittelalters eintauchen. Der Schlussakzent der Ausstellung liegt auf der großen Persönlichkeit des Zisterzienserordens Bernhard von Clairvaux (um 1090-1153). Seine reformerischen Gedanken inspirierten Theologen über viele Jahrhunderte. So auch Martin Luther, mit dessen Blick auf die Zisterzienser im 500. Jubiläumsjahr der Reformation in 2017 die Ausstellung endet.

 

Während im LVR-LandesMuseum Bonn die Zisterzienser in ihrem europaweiten Wirken präsentiert werden, widmet sich die Ausstellung „Was war – was ist – was bleibt“ im Siebengebirgsmuseum Königswinter und vor Ort dem zisterziensischen Leben in Heisterbach. Hier im nahen Siebengebirge bestand rund 600 Jahre lang die bedeutende Abtei Heisterbach, heute noch als Ruine in einer romantischen Parkanlage zu bewundern. Auf dem Klostergelände lassen sich die Spuren der Zisterzienser bis heute eindrucksvoll verfolgen. Im Siebengebirgsmuseum Königswinter lassen Objekte von neuen archäologischen Funden bis hin zum Erlebnis virtueller Rekonstruktionen die Geschichte der Abtei Heisterbach bis in die Gegenwart lebendig werden.

 

Samstag, 16. September 2017 - Köln – Bonn – Königswinter - Köln

heute fahren wir mit der Regionalbahn/Regionalexpress von Köln Hbf. (9.56) nach Bonn (10.25) und besuchen anschließend im Rahmen einer Sonderführung die Zisterzienserausstellung. Nachmittags fahren wir dann mit der Straßenbahn nach Königswinter und besuchen sowohl die Klosterruine Heisterbach als auch die Ausstellung „Zisterzienser in Heisterbach“ im Siebengebirgsmuseum. Abends geht es dann mit dem Regionalexpress wieder zurück nach Köln Hbf. 

 

- Fahrplanänderungen durch die  vorbehalten -


Leistungen:

Bahnreise 2. Klasse (Köln – Bonn - Köln)

qualifizierte RIDG-Reiseleitung

Eintritte inkl. Sonderführung (ca. 17 €)

Teilnehmer:

4-10 Personen

Abfahrtorte:

Köln Hbf, andere auf Anfrage.

Anmeldung bis:

10. September 2017

Preis:

30 € (20 € bei Eigenanreise)

Ausstellungsplakat – Detail

 

Klosterruine Heisterbach ©Foto J.Vogel-LVR-LandesMuseum Bonn


 Reisen in die Geschichte, Friedenstr. 12a, D-50259 Pulheim

Tel. +49-(0)2234-69.02.46 - Fax +49(0)49-32-3771650
Email: info (at) reisen-in-die-geschichte.de - www.reisen-in-die-geschichte.de