Belgien


ab Köln und Aachen

Brügge und Gent

Mit Besuch der Ausstellung „Jan van Eyck und der burgundische Hof“
viertägige Bahnwochenendreise

 30. April - 3. Mai 2020


Nach einer mehrjährigen umfangreichen Restaurierung des Genter Altars ist dieser wieder an seiner alten Stelle zu sehen. Gleichzeitig feiert Gent seinen berühmten Maler Jan van Eyck vom 1. Februar – 10. Mai 2020 mit einer Ausstellung im Museum der Schönen Künste. 1432 verlegte der burgundische Herzogs Philipp der Gute seinen Hof nach Brügge und zog die talentiertesten Künstler ganz Europas an und förderte sie. 1432-1441 arbeitete hier Jan van Eyck, 1465 kam Hans Memling und die flämischen Primitiven sind aus der Kunstgeschichte nicht mehr wegzudenken. Die Ausstellung zeigt die höfische Pracht anhand von Gemälden, Skulpturen, Tapisserien und Miniaturen. Jedes Exponat ist ein Beispiel der erfindungsreichen Fantasie und der kultivierten ästhetischen Wettschätzung dieser Epoche. Die Ausstellung gibt außerdem mit der Ausstellung der Tafeln des Genter Altars bisher vollständigste van Eyck-Ausstellung. Näheres zur Ausstellung

Weitere berühmte Werke van Eycks werden wir im Groeningemuseum bzw. Werke Memlings im Sint Jan-Hospital in Brügge sehen.

 

Brügge gehört zu den ist schönsten Städte Europas, ein romantisches Freilichtmuseum von Kirchen, mittelalterlichen Hospizhäusern, reichen Bürgerhäusern, den berühmten "Reien" (Grachten), kurz gesagt, ein Muss für alle Besucher Belgiens. Aber Brügge sollte man aktiv und nicht passiv erleben. Daher wird es zu Fuß und per Boot durch die Stadt gehen, die im 14. und 15. Jh. ihre größte Blütezeit erlebte. Es zählte zu den wichtigsten Handelsplätzen Europas und seine Bürger waren daher in der Lage, den Bau der zahlreichen heute noch zu bewundernden Bauten zu finanzieren. Brügge wurde seit 1432 nach der Ansiedlung des burgundischen Hofes zum Zentrum der flämischen bzw. altniederländischen Malerei, Maler wie Jan van Eyck, Hans Memling und Hugo van der Goes ließen sich hier nieder und zahlreiche ihrer Werke sind noch an ihrem alten Platz erhalten. Nach der Versandung des Hafens verlor Brügge an Bedeutung und versank mehrere Jahrhunderte lang im Dornröschenschlaf. Georges Rodenbach bezeichnete sie in einer Erzählung als „tote Stadt“, die aber im 19./20. Jh. wieder zum Leben erwachte.

 

Nirgendwo kann man mit ein paar Schritten vom 14. ins 21. Jh. und wieder zurück wechseln wie in Gent. Über 400 denkmalgeschützte Bauten aus Gotik, Barock und Jugendstil sind Zeugen einer großen Vergangenheit, aber auch die Gegenwart ist vertreten. Gent, die alte Hauptstadt der Grafschaft Flandern und ewige Rivalin der 'Schwesterstadt' Brügge weist mit ihren vielen von weitem sichtbaren Türmen (u.a. St. Niklaas, St. Bavo, Belfried) ein eindrucksvolles, unverwechselbares Panorama auf, das von Jacques Brel in seinem Chanson "Marieke - zwischen den Türmen von Gent" besungen wurde. Gent, dessen Name vom altniederländischen "ganda" (Zusammenfluss) herrührt, verdankt seine Bedeutung den beiden Flüssen Leie und Schelde, die hier zusammenfließen. und war in der zweiten Hälfte des Mittelalters die Hafen- und Tuchstadt Flanderns. Gent war auch eine Stadt der Rebellen, der eigensinnigen und widerspenstigen Bürger, die oft den Konflikt mit der Obrigkeit suchten. Die fünf alten Abteien, die Museen, der Altar mit dem 'Lamm Gottes" in der St. Bavo-Kathedrale, die um 1000 entstandene und 1180 durch Philipp von Elsass wieder aufgebaute Burg Gravensteen, der Prinzenhof, in dem Karl V geboren wurde, all das trägt bei zu der typischen Atmosphäre der Stadt, die durch Vitalität und Kunstsinn charakterisiert wird und sich vom romantischen Zauber Brügges unterscheidet.

 

Hinweis: Es besteht die Möglichkeit, die Programmteil Brügge oder Gent mit individueller An- und Abreise zu buchen (Preise auf Anfrage)

 


 

Do 30.4.20 – Köln – Brüssel - Brügge

morgens fahren wir mit dem ICE 16 von Köln Hbf. (7.43) und Aachen (8.21) über Brüssel-Noord (an 9.26/ab 9.40) und nach Brügge (10.46). Nach dem Bezug unseres Hotels spazieren wir zum Minnewater, dem ehemaligen Stadthafen, und in den um 1230 entstandenen fürstlichen Beginenhof „Ten Wijngaarde“. Nach dem Tod der letzten Begine 1930 übernahmen die Benediktinerinnen den Hof und führen ihn seither als Altersheim für ihre betagten Nonnen fort. Weiter geht es dann über die Dijver-Brücke in die von der Unesco zum Weltkulturerbe erhobene malerische Altstadt. In dem im frühen 12. Jh. gegründeten Sint Jan-Hospital wird uns die Geschichte der medizinischen Versorgung von Kranken bis in die Neuzeit erzählt. So ist die aus dem 17. Jh. stammende Apotheke noch vollständig erhalten.  Hans Memling war dem Spital sehr gewogen und malte sieben Werke speziell für die Kapelle. Danach sehen wir direkt gegenüber in der Liebfrauenkirche die berühmte Michelangelo-Madonna, die „Verklärung“ von Gerard David und sieben Altarbilder von Pieter Pourbus (1523-85). Danach setzen wir unseren Spaziergang zum Groote Mart mit seinem Belfried und zum Renaissance-Rathaus fort.

 

Fr 1.5.20 – Brügge – Gent

Heute beginnt unsere Stadterkundung im Groeningemuseum, in dem wir mit der „Madonna des Kanonikus Joris van der Paele“ eines der berühmtesten Werke Jan van Eycks sehen werden. Neben anderen berühmten Exponaten sticht auch der „Marientod“ von Hugo van der Goes hervor, das einzige Gemälde dieses Malers, das in Belgien verblieben ist. Außerdem steht noch Sint Jakob mit zahlreichen Kunstwerken, darunter die „Lucialegende“ eines unbekannten Meisters, auf unserem Programm. Abends fahren wir dann von Brügge nach Gent, wo wir im ***Parkhotel in der Stadtmitte Station beziehen werden.

 

Sa 2.5.20 – Gent -

morgens besuchen wir die Sint-Bavo-Kathedrale mit dem von den Jan und Hubert van Eyck um 1342 geschaffenen Genter Altar, der ersten Ölmalerei auf Holz, der nach seiner aufwändigen Restaurierung wieder zu sehen ist. Mit einer besonderen AVR-Brille (Augmented Virtual Reality) wird dem Besucher im neuen Besucherzentrum der Bavo-Kathedrale der Eindruck vermittelt, er sei um Jahrhunderte zurück in die Vergangenheit versetzt worden und erfährt die Bauperioden der Kathedrale und die Geschichte des „Goldenen Lammes“. Nach der Mittagspause geht es über den Sint-Baffsplein mit dem 91m hohen Belfried und der Tuchhalle, der Niklaskerk, Korenmarkt und Buttermarkt zum Rathaus, dessen gotische Fassade am Hoogport mit der eher schlichten Renaissanceseite am Botermarkt kontrastiert. Außerdem sehen wir noch das Grafenschloss "Duivelsteen", das im 13. Jh. von flandrischen Grafen Gerhard dem Teufel erbaut wurde. Abends machen wir noch eine 40minütige Bootsrundfahrt auf der Leie quer durch Altstadt.

 

So 3.5.20 – Gent – Brügge - Köln

morgens besuchen wir die Ausstellung „Jan van Eyck und der Burgundische Hof“ im Museum der Schönen Künste.“, bevor es spätnachmittags (16.08) über Brüssel Noord (an 18.20/ab 18.35) mit dem ICE 17 über Aachen (19.29) zurück nach Köln (20.15) geht.

 

Änderungen aufgrund von Fahrplankorrekturen der   und der E2032DACvorbehalten

 


Leistungen:

Bahnreise (Köln – Brügge – Gent – Köln)

2 ÜF im ***Parkhotel

qualifizierte RIDG-Reiseleitung

Eintritte/Audioguide (ca. 45 €)

Teilnehmer:

5-10 Personen

Abfahrtorte:

Köln Hbf., Aachen Hbf., andere auf Anfrage (ggfs. Aufpreis)

Anmeldung bis:

31. März 2020

 

 

Preis:

Ca. 325 € (EZ + 25 €)

Ein Bild, das Gras, draußen, Gebäude, Baum enthält.

Mit sehr hoher Zuverlässigkeit generierte Beschreibung

Beginenhof ©RIDG 

 

Ein Bild, das Gebäude, Wasser, draußen, Baum enthält.

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Leien ©RIDG

 

Ein Bild, das Gras, draußen, Wasser, Baum enthält.

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Das Lamm Gottes (Details aus dem Genter Altar) ©RIDG

 

Gent-St. Bavo ©RIDG

 


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