Belgien


ab Köln

 

Ein Tag in Ostbelgien
Eupen - Spa - Stavelot - Malmedy

Bustagesfahrt
Sonntag, 26. Mai 2019


In den letzten zweihundert Jahren wurde diese Region von der wechselnden Zugehörigkeit zu Belgien und Deutschland geprägt und spielte damit eine wichtige Rolle in der europäischen Geschichte. Die heutigen Ostkantone waren bis 1795 überwiegend in habsburgischem Besitz. Nach dem Wiener Kongreß 1815 kamen sie zu Preußen und nach der Volksabstimmung 1920 erstmals zu Belgien. Zwischen 1940 und 1945 gehörten sie vorübergehend wieder zum Deutschen Reich. Gegen Ende des 2. Weltkriegs tobte hier die Schlacht um die Ardennen mit unzähligen Gefallenen. Im Rahmen der belgischen Staatsreform erhielt die Deutschsprachige Gemeinschaft in den 90er Jahren den gleichen Status wie Flandern und die Wallonie, vergleichbar einem deutschen Bundesland, auch wenn sie nur ca. 75000 Einwohner umfasst. Wichtigste Städte in den Ostkantonen sind Eupen, Spa, Malmedy-Stavelot und St. Vith, das im Rahmen der Fahrt zu den Dorfkirchen in den Ardennen besucht wird.

Eupen wurde erstmals 1213 erstmals urkundlich erwähnt. Zahlreiche Bauten aus dem 17.-19. Jh. zeugen noch von seiner Größe und prägen bis heute das Bild der Altstadt. Dank seiner Textilindustrie entwickelte es sich im 18. Jh. wie das benachbarte Verviers und das ganze Tal der Weser/Vesdre zu einem wichtigen Industriestandort. Spa war im 19. und Anfang des 20. Jh. in dieser Zeit eines der bevorzugten Ferienziele des Hochadels, die vor allem in Spa Erholung suchten, das noch heute mit seinen alten Prachtbauten und dem ältesten Spielcasino der Welt noch viel vom Charme einer vergangenen Zeit zeigt. Kaiser, Könige und ein russischer Zar haben hier zur Kur geweilt, aber auch Schriftsteller wie Victor Hugo und Komponisten wie Jacques Offenbach. Kaiser Wilhelm II schlug hier während des Ersten Weltkrieges sein Hauptquartier auf und ging von hier aus ins Exil in die Niederlande. In Malmedy und Stavelot besichtigen wir die vom hl. Remaclus im 6. Jh. gegründete Benediktinerabtei, die über Jahrhunderte hinweg als kleiner Mönchsstaat eine der größten Reichsabteien des Mittelalters war.


 

Samstag, 26. Mai 2019 - Köln - Eupen - Limbourg - Theux - Spa - Stavelot - Malmedy – Köln

Morgens fahren wir ab Köln-Weiden-West (8.00) durch die Eifel und das Hohe Venn nach Eupen. Bei einem kleinen Stadtrundgang sehen wir u.a. die St. Nikolauskirche, dann stehen die Klosterkirche (1773), der Marienbrunnen (1774) und Kaufmannshäuser aus dem 17. und 18. Jh.. Weiter geht es dann nach Limbourg, einst die Hauptstadt des gleichnamigen Herzogtums. Über Verviers geht es nach Theux, wo wir mit der aus dem 11. Jh. stammenden Pfarrkirche die einzige romanische Hallenkirche nördlich der Alpen mit einer prächtig bemalten Holzdecke aus dem 15. Jh. sehen werden. Nach der Mittagspause machen wir in dem legendären Kurort Spa einen Rundgang vorbei an den Gebäuden aus der Zeit des Belle Epoque (Spielcasino, Kurhaus und -park) zur größten innerstädtischen Quelle Le Pouhon Pierre le Grand, die derzeit renoviert wird. Vorbei an der berühmten Formel 1-Rennstrecke bei Franchorchamps geht es nach Stavelot, wo wir die Ruine einer der  größten Reichsabteien des Mittelalters und die Pfarrkirche von Stavelot besichtigen werden. Der Reliquienschrein des heiligen Remaclus gehört zu den kostbarsten Werken der Goldschmiedekunst des Rhein-Maasgebietes. Nach dem Besuch der Kathedrale von Malmédy fahren wir zurück nach Köln (ca. 20 Uhr).

 


Leistungen:

Minibusreise

qualifizierte RIDG-Reiseleitung

Führung

Eintritte

Teilnehmer:

4-7 Personen

Abfahrtorte:

Köln-Weiden-West

Anmeldung bis:

15. Mai 2018

 

 

Preis:

75  

Im Hohen Venn

 

Malmedy

 

Spa


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