Deutschland


ab Köln

Klöster im Schwarzwald

Viertägige Busreise
21. – 24. Juni 2019


Der Schwarzwald als Deutschlands höchstes Mittelgebirge gilt vielen ausschließlich als Reiseziel für Wanderer und Naturfreunde. Seine Flüsse Murg, Kinzig und Elz haben sich tiefe Täler gegraben, in eiszeitlichen Gletschermulden sind malerische Seen (Titisee, Schluchsee, Feldsee) entstanden. Gleichzeitig bietet der Schwarzwald aber auch dem historisch Interessierten eine breite Palette von Sehenswürdigkeiten, seien es Stadtbilder wie in Calw und Tübingen oder Klöster wie Maulbronn, Hirsau und Alpirsbach, die von den in Burgund entstandenen kirchlichen Reformbewegungen des mittelalterlichen Mönchtums gegründet wurden.

Die im Schwarzwald entstandenen Klöster unterstellten sich in der Regel dem Papst selbst und genossen dadurch Schutz vor Übergriffen der lokalen Grafen und Herzöge. Den Anfang machte 1079 Abt Wilhelm, der das seit 830 zwar bestehende, aber verfallene Aureliuskloster in Hirsau übernahm, und später das Peter und Paul-Kloster errichtete, das das zum Zentrum der ca. 100 Klöster umfassenden deutschen Cluniazenser wurde. Im Investiturstreit vertrat Hirsau die päpstliche Position und ohne das "Hirsauer Formular" bzw. die "Constitutiones Hirsaugiensis" wären viele Stadtgründungen in nicht datierbar. Ende des 11. Jh. setzten die Zisterzienser die Reformen ausgehend vom Kloster Maulbronn fort, das dank der Fortführung als Schule nach der Reformation bis heute seine Struktur beibehalten hat und die wohl am besten erhaltene Klosteranlage nördlich der Alpen ist.


Donnerstag, 21. Juni 2019 - Köln – Lorsch – Stift Neuburg – Maulbronn – Aach (418 km)

morgens fahren wir ab Köln Hbf. (8.00) in das ehemalige Reichskloster St. Nazarius in Lorsch, von der aber nur die karolingische Torhalle (Unesco-Weltkulturerbe) und ein Teil der Chorapsis erhalten blieben. Hier waren auch mehrere ostfränkische Könige wie Ludwig der Deutsche begraben, deren Gräber aber verloren gingen. Die Maria und allen Aposteln und Heiligen geweihte Kirche Ecclesia Varia wurde 1052 von Papst Leo IX selbst geweiht. Von Lorsch aus wurde ursprünglich auch unser nächstes Ziel, das bei Heidelberg gelegene Stift Neuburg gegründet. Ende des 12. Jh. siedelten sich hier Nonnen an, die sich 1303 dem Zisterzienserorden anschlossen.1799 wurde das Kloster säkularisiert, Anfang des 20. Jh. aber wieder von Benediktinern besiedelt. Heute leben elf Mönche in der Abtei. Nach der Mittagspause geht es in das 1137/38 gegründete und 1148 von Papst Eugen III, einem Zisterzienser, unter päpstlichen Schutz gestellte ehemalige Zisterzienserkloster Maulbronn (Unesco-Weltkulturerbe). Um 1150 wurde das Kloster an den heutigen Standort verlegte Nach der Reformation wandelten die Herzöge von Württemberg Maulbronn in eine Schule um. Zu den bekanntesten Schülern zählten Johannes Kepler, Friedrich Hölderlin und Hermann Hesse. Spätnachmittags geht es weiter nach Dornstetten-Aach, wo wir in einem historischen Gasthaus übernachten, in dem früher das "Waldgericht" tagte.

 

Freitag, 22. Juni 2019 - Aach - Horb - Rottweil - Alpirsbach - Aach (188 km)

nach dem Besuch der Stiftskirche in Horb fahren wir nach Rottweil, das von den Römern als "Ara falviae" gegründet wurde. Bei unserem Rundgang durch die Altstadt mit ihrem eigentümlichen Stadtbild, das während der Zugehörigkeit Rottweils zur Schweizer Eidgenossenschaft nach 1463 entstand, besuchen wir auch das Münster und die Predigerkirche. Anschließend fahren wir zu dem im 11. Jh. entstandenen früheren Benediktinerkloster Alpirsbach, einem eindrucksvollen Beispiel cluniazensischer Reformarchitektur.

 

Samstag, 23. Juni 2019 – Aach – Tübingen – Aach (120 km)

Heute fahren wir zur 1183/84 gegründeten früheren Prämonstratenser- und späteren Zisterzienserabtei Bebenhausen, die nach der Reformation zunächst als evangelische Klosterschule und dann als Jagdschloss der württembergischen Landesherrn diente. Nach der Mittagspause spazieren wir durch die alte Universitätsstadt Tübingen, die bis heute vieles von ihrem Flair beibehalten hat, u.a. zur Festung Hohentübingen, in der sich heute die Universität befindet, und zum Fruchtkasten, dem größten Fachwerkbau Deutschlands

 

Sonntag, 24. Juni 2019 - Aach - Klosterreichenbach - Calw - Hirsau - Köln (410 km)

Nach dem Besuch der ehemaligen Klosterkirche in Klosterreichenbach geht es in die Klosterruine Hirsau, das auf eine Gründung von 830 zurückgeht. 1049 ermahnte Papst Leo IX bei einer Reise durch den Schwarzwald seinen Neffen, Graf Adalbert von Calw, das verfallene Aurelius-Kloster wieder zu errichten, was dann ab 1060 erfolgte. Das Peter-und-Paul-Kloster wurde durch die Hirsauer Reform des Benediktinerabtes Wilhelm zum Zentrum der cluniazensischen Klosterreform und wuchs ständig an. Während der Reformation und im 30jährigen Krieg wurde das Kloster mit Ausnahme der Kirche und eines Turms zerstört und von den Herzögen von Württemberg ein prunkvolles Renaissanceschloss auf dem Klostergelände errichtet. Anschließend geht es vorbei an Pforzheim und Karlsruhe zurück nach Köln

 


Leistungen:

Minibusreise

3 ÜF im ***Hotel Waldgericht Dornstetten-Aach

qualifizierte RIDG-Reiseleitung

Führung

Eintritte (ca. 25 €)

Teilnehmer:

4 -7 Personen

Abfahrtorte:

Köln Hbf (andere auf Anfrage)

Anmeldung bis:

20. Mai 2019

 

 

Preis:

395 (EZ + 60 €)

20 € Frühbucherrabatt bis zum 20. Januar 2019

Ein Bild, das Himmel, draußen, Gebäude, Baum enthält.

Mit sehr hoher Zuverlässigkeit generierte Beschreibung

Stift Neuburg

 

 maulbronn Kloster Maulbronn

 

hirsauKloster Hirsau

 

 Hotel Waldgericht


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