Deutschland


ab Köln

Die Pest

Ausstellung im LWL-Museum für Archäologie

 Bahntagesfahrt nach Herne

Samstag, 29. März 2020

 


 

Von der Steinzeit über die Spätantike und vom "Schwarzen Tod" des Mittelalters bis zum jüngsten Ausbruch auf Madagaskar: Die Pest ist eine Seuche, die die Menschheit durch alle Epochen ihrer Geschichte begleitet hat und immer noch begleitet. Rund um den Globus forderte sie Millionen von Opfern und führte dadurch zu tiefgreifenden Veränderungen in der Gesellschaft. Rund um den Globus forderte sie Millionen Opfer, doch ist sie kein Schrecken der Vergangenheit – sie existiert noch heute. Die Ausstellung will die Geschichte der Pest in ihren globalen Auswirkungen erörtern. Dabei werden der deutschsprachige Raum und weitere betroffene Regionen Europas und der Welt dargestellt. Die Ausstellung gliedert sich in 11 Themenbereiche: von der Archäogenetik über 3.000 Jahre Pest-Geschichte bis zur modernen Wahrnehmung der Seuche. Gezeigt werden rund 300 archäologische und kulturgeschichtliche Exponate, über 200 Abbildungen und Grafiken, 11 pädagogische Stationen, 3 Filme rund um die Pest.

 

Was ist die Pest? Wo liegen die ältesten Nachweise? Wie sind überlieferte Ausbrüche zu werten? Mit diesen Fragestellungen beginnt die Reise durch die faszinierende und dramatische Geschichte dieser Krankheit. Sie führt über den ersten gut überlieferten Ausbruch im 6. Jahrhundert n. Chr. zunächst bis zum berüchtigten ‚Schwarzen Tod‘, dem ein großer Teil der europäischen Bevölkerung im 14. Jahrhundert zum Opfer fiel. Über die nächsten Jahrhunderte war die Pest ein stetiger Begleiter der Menschen. Sie suchte jede Gerneration unbarmherzig heim. Aus der völlig unerwarteten Katastrophe war nun eine ständige Bedrohung geworden, die jederzeit tödliche Wirklichkeit werden konnte. Vom Wandel der Voraussetzungen unabhängig drängen sich grundsätzliche Fragen auf: Wie gingen die Menschen mit dieser Gefahr um? Was taten Ärzte, Politiker und Geistliche im Angesicht dieser existenziellen Krise? Und: Welche Auswirkungen hatte die Seuche auf Religion, Wirtschaft, Kunst und Gesellschaft? Im 18. Jahrhundert verschwand die Pest weitgehend aus Europa, um kurz vor 1900 ein weiteres Mal weltweit Angst und Schrecken zu verbreiten. Auch heute ist das tödliche Potenzial der Krankheit noch immer vorhanden, wie der jüngste, vergleichsweise glimpflich verlaufene Ausbruch 2017 auf Madagaskar gezeigt hat. Die Bewältigungsstrategien haben sich allerdings mittlerweile grundsätzlich verändert …Hinter der Pest verbirgt sich in erster Linie das Bakterium "Yersinia pestis". Der Erreger ist der Auslöser für die Seuche. Im Mittelalter wurde als Ursache der sogenannte Pesthauch angesehen: Giftige Dämpfe, die eingeatmet wurden, sich im Körper festsetzten und dann beim Ausatmen an andere weitergegeben wurden. Erst im 19. Jahrhundert gelang es der Wissenschaft, das Bakterium als Ursprung der Pest zu entdecken. Dass die modernen Varianten von Yersinia pestis identisch sind mit den Erregern, die in vergangenen Zeiten Seuchen auslösten, wurde erst 2011 festgestellt. Aber noch weit mehr steckt hinter der Pest. Sie hat eine enorme psychologische Wirkung entwickelt und sich tief ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Noch heute wünscht man manchmal einer unliebsamen Person die Pest an den Hals. Die Seuche ist Bedrohung und Mythos zugleich, denn sie hatte enorme Auswirkungen auf die Menschheit. Neben dem Pesthauch suchten die Menschen im Mittelalter nach weiteren Erklärungen für die todbringende Seuche. Die Pest löste geradezu eine Hysterie aus, in deren Folge nach Schuldigen gesucht wurde. In vielen Städten kam es zu Judenverfolgungen, da man ihnen unterstellte, die Brunnen vergiftet zu haben. Einige der verfolgten Juden versteckten aus Angst ihr Geld und ihren Schmuck. Dass Juden der Krankheit aber genauso zum Opfer fielen wie auch Christen, wurde dabei nicht beachtet. Die Pest ist aber nicht nur ein Phänomen des Mittelalters. Schon in der Antike gab es große Pandemien, die in vielen Wellen weite Teile Europas erfassten. Neuste Forschungen konnten sogar nachweisen, dass schon die Menschen der Steinzeit vom Pestbakterium befallen waren. Den letzten großen Ausbruch in Westeuropa gab es Anfang des 18. Jahrhunderts in Marseille. Der Anker des Schiffes, das die Pest in die Stadt brachte, wird in der Ausstellung zu sehen sein. Näheres zur Ausstellung


 

Sonntag, 29. März 2020 – Köln – Herne - Köln

Morgens (9.07) fahren wir mit dem Regionalexpress von Köln Hbf. nach Bochum (an 10.41/ab 10.54) und von dort mit der U-Bahn nach Herne (11.06). Nach dem Besuch der Pest-Ausstellung haben wir noch Gelegenheit den Geschichtslehrpfad zu besuchen. Danach geht es wieder zurück nach Köln.

 

 


 

Ein Bild, das Gebäude, Wand enthält.

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Menschefloh unter dem Mikroskop

Menschenfloh: Die Pest ist eine Krankheit, die in erster Linie Nager befällt. Durch den Stich des Rattenflohs wird ein neuer Wirt infiziert, vielleicht ein Mensch. Auch der Menschenfloh kommt als Überträger der Pest in Frage.

(Bild: LWL/S. Leenen)

 

Leistungen:

Bahnreise

qualifizierte RIDG-Reiseleitung

Eintritt inkl. Audioguide (ca. 10 €)

Teilnehmer:

5-8 Personen

Abfahrtort:

Köln Hbf.-Radstation

Anmeldung bis:

21. März 2020

Preis:

60 €

 

 


Reisen in die Geschichte, Friedenstr. 12a, D-50259 Pulheim

Tel. +49-(0)2234-69.02.46 - Fax +49(0)49-3222-3771650
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